Reisebericht Südkorea: Welcome to Seoul!

Erster Teil meines Reiseberichts zu Südkorea

Letztes Jahr im Oktober habe ich einem verrückten, immer gut gelaunten, tollen Mann versprochen, ihn noch eine ganze Weile zu lieben und zu ertragen. Unsere Hochzeit war ziemlich schön, erst mit der Familie in Berlin und später mit Freunden hier in Dortmund. Aber sie war eben auch so teuer, dass wir unsere Hochzeitsreise erst ein Jahr später machen konnten. Wir hatten eine Weile überlegt, wohin wir fahren wollen und uns dann letztlich für Südkorea entschieden. Was folgte, war eine nicht enden wollende Wiederholung der Frage: „Nord- oder Südkorea?“ Ihr könnt euch vorstellen, wie toll wir das nach dem zehnten Mal so fanden.

Je näher unserer Abflug rückte, um so nervöser wurden wir. Im August kam dann noch dazu, dass sich die politische Lage deutlich verschlechterte und der Schlagabtausch zwischen Trump und Kim Jong-Un heftiger wurde. Klar haben wir überlegt, ob wir fliegen sollen. Dann aber ist es ja so: Sollte es dort knallen, dann hat auch der Rest der Welt davon schnell was. Also, Koffer packen und losfliegen. Trotzdem haben wir uns natürlich auf die Krisenliste des Auswärtigen Amts eingetragen.

Anflug auf Incheon Airport

Geflogen sind wir vom Flughafen Frankfurt mit einem Direktflug, der uns in 10 Stunden nach Seoul Incheon Airport brachte. Weil wir erst recht spät eingecheckt haben, waren in der Economy Class keine 2 Plätze nebeneinander mehr frei. Ein paar tränenreiche Worte über Hochzeitsreise, Romantik, und so weiter an den Mann vom Bodenpersonal hat uns ein Upgrade in die Businessclass gebracht! Meine Herren, da kann man es sich gutgehen lassen! (An dieser Stelle noch mal danke an den netten Menschen. Sie sind toll!)

Ausblick auf Yeongsam und Gangnam

Incheon Airport ist riesig und überall wuseln Menschenmassen herum. Ich hatte mir das ja so vorgestellt, war dann jedoch überrascht, wie wenig bedrängt man sich durch die vielen Menschen fühlt – das Gefühl setzte sich übrigens die nächsten 16 Tage so fort. Weil wir den Bus zu unserem Hotel nehmen wollten, versuchten wir Bargeld an einem der vielen Automaten zu ziehen und machten hier das erste Mal Bekanntschaft mit einem echt südkoreanischen Phänomen: Internationale Kreditkarten werden nur selten an den Bankautomaten angenommen und es ist ein Glücksspiel, ob man Bargeld bekommt. Der gleiche Automat nahm manchmal unsere Karte an, manchmal eben auch nicht. Letztlich ist das nicht wirklich tragisch, denn in Korea kann man eigentlich alles mit Kreditkarten bezahlen, aber spätestens beim Streetfood muss es eben doch Bargeld sein. Tipps, welche Automaten funktionieren, kann ich keine geben, denn es ist wirklich Zufall und wir haben noch andere sehr verwirrte Ausländer getroffen, denen es so ging wie uns.

Seoul bei Nacht – ganz im Hintergrund der Seoul Tower auf dem Namsan. Vorn die Brücken über den Han River

Und dann ging es rein nach Seoul. Die Stadt hat übrigens um die 10 Millionen Einwohner – dagegen ist Dortmund ein winziges Dorf und selbst Berlin eher provinziell. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollen. Überall Wolkenkratzer, Geschäfte, riesige Shoppingcenter, tausende Restaurants und jede Menge Menschen. Um dem Jetlag ein bisschen zu entkommen, haben wir schnell im Hotel eingecheckt und sind gleich wieder losgegangen. Auf einem ersten Spaziergang haben wir uns die Gegend rund ums Hotel angeschaut und sind direkt auf die ersten Sehenswürdigkeiten gestoßen, die Seoul zu bieten hat. Im nächsten Post erfahrt ihr mehr über unsere 10 Tipps für Ausflüge in Seoul.

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