Gute Vorsätze – aber wirklich!

Das neue Jahr wird gemeinhin häufig mit dem Fassen von guten Vorsätzen begonnen, von denen einige eingehalten, die meisten allerdings schnell vergessen werden. Günstig ist es daher immer, sich nur das vorzunehmen, was man hoffentlich auch schaffen kann. Für mich heißt das vor allem: die neu gewonnene Lesezeit sinnvoll nutzen und Neues entdecken. 2016 beginnt insofern schon sehr gut, denn „Half of a Yellow Sun“ der Kenianierin Chiamanda Ngozi Adichie erfüllt gleich 2 gute Vorsätze für das Leseverhalten im neuen Jahr.

Zum Einen handelt es sich um einen Roman, der von einer Frau geschrieben wurde. Zum anderen — und das ist der wichtigere Punkt — ist er ein erster Zugang zu einer neuen Literatur, die bisher kaum im Fokus für mich stand. Schaue ich mir die Bücherlisten der letzten Jahre an, kann ich nicht leugnen, dass nur wenig darauf aus Literaturen kommt, die nicht entweder europäisch oder amerikanisch sind. Von all diesen Autoren sind mehr als die Hälfte männlich, bis auf Jamaica Kincaid sind alle SchriftstellerInnen zudem weiß.

Es ist also wieder Zeit über den Tellerrand hinaus zu schauen und sich an das Unbekannte heranzuwagen. Mit Chiamanda Ngozi Adichie beginnt das Lesejahr 2016, für das die folgenden Vorsätze gelten:

  1. Mehr Bücher von Schriftstellerinnen!
  2. Mehr Literatur aus allen Teilen der Welt, die nicht Europa oder Amerika sind!
  3. Mehr Literatur von People of Color!

Ich mag das dennoch nicht an Zahlen knüpfen, denn Lesen ist kein Wettkampf und mir würde so eine Vorgabe auch den Spass am Lesen selbst schnell verderben. Aber ein wenig Selbstreflexion tut gut. 4. soll also lauten: Zwischenbilanzen ziehen nach jedem Vierteljahr.

Über konstruktive und zahlreiche Vorschläge freue ich mich besonders! Schießt mal los.

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