Kyun Soo-Shin: Please look after Mother.

In Korea war dieser Roman ein Bestseller. Es ist das erste Buch der Schriftstellerin, das auf Englisch erschienen ist.

„It’s been one week since mother went missing.“ ist der erste Satz des Romans. Das Ereignis, das die gesamte folgende Handlung auslöst, wird hier in wenigen, einfachen Worten gesetzt, ohne näher darauf einzugehen, warum Mutter verschwunden ist, ob jemand sie entführt hat, wo sie verschwand oder welche Maßnahmen ergriffen worden sind, um sie wieder zu finden. „Kyun Soo-Shin: Please look after Mother.“ weiterlesen

Repost: Christian Kracht – Faserland

Ungefilterte erste Leseeindrücke aus dem Lesejournal. Heute Christian Kracht: Faserland.

Über Christian Kracht lässt es sich ja ganz hervorragend diskutieren und streiten. Ich glaube, neben Clemens Meyer ist das einer der wenigen Autoren, die in meinem Freundeskreis polarisierende Meinungen hervorrufen. „Faserland“ war der erste Roman, den ich von Kracht gelesen habe. Das ist schon eine Weile her, aber der Eindruck hat sich seitdem nicht wesentlich verändert, sondern eher mit der Lektüre von „Imperium“ verstärkt: Konsummüdigkeit spielt in allen Werken eine nicht zu unterschätzende Rolle, aber ich weiß nicht so recht, ob sich der Autor nicht langsam ein wenig in seinem Stil verrennt. Mal schauen, was sein neuer Roman „Die Toten“ so bringt. Bis dahin aber noch der ungefilterte Eindruck von Faserland, kurz nach dem ersten Lesen vor einigen Jahren. „Repost: Christian Kracht – Faserland“ weiterlesen

Krimis aus China – Qiu Xiaolong

Gute Krimis kommen nicht nur aus Skandinavien, sondern auch aus China. So wie die Krimireihe um Inspektor Chen in Shanghai von Qiu Xiaolong.

In letzter Zeit ist es sehr ruhig geworden in der Bücher-Kategorie auf diesem Blog. Das hat einerseits mit meiner Unlust zu tun, mich über Literatur auszulassen, wenn ich in der Zeit draußen auf meinem Fahrrad unterwegs sein kann. „Krimis aus China – Qiu Xiaolong“ weiterlesen

Elizabeth von Arnim – Verzauberter April

4 Frauen und ein Castello in Italien – spitzzüngig und unterhaltsam.

Der Frühling soll sich in den nächsten Tagen noch einmal verabschieden und der Winter sein Comeback feiern — zumindest ein bisschen. Was mir jetzt über diese Wetteraussichten hinweg hilft, ist Lektüre, die Wärme und Leichtigkeit ausstrahlt und von einem warmen Frühling träumen lässt. Ein Buch, das wie ein Anti-Depressivum wirkt, und wenn es nur fünf Minuten sind, die man darin blättern kann. Genau dieses Buch fand ich vor einiger Zeit in einem kleinen Bücherschrank irgendwo in Lübeck. „Verzauberter April“ von Elizabeth von Arnim ist genau das richtige Buch für diesen Monat. „Elizabeth von Arnim – Verzauberter April“ weiterlesen

Einstieg in die japanische Literatur: The Makioka Sisters

Die Geschichte um die vier Schwestern wird in Japan als Meisterwerk der Romangattung angesehen. Verdient.

Japanische Literatur ist in Deutschland nicht sehr populär, wenn man von den Romanen Haruki Murakamis und diversen Manga-Serien absieht. Und auch so populäre Bücher wie „Die Geisha“ oder „Shogun“, die in Japan spielen, sind von westlichen Autoren geschrieben worden. Ich habe mich auf die Suche nach Romanen von japanischen Autoren gemacht und bin dabei auf Junichiro Tanizaki gestoßen, der zu den bedeutendsten Autoren der japanischen modernen Literatur zählt.


Japan, 1938 — der 2. Weltkrieg kündigt sich langsam in Europa an und auch das alte Kaiserreich Japan steht vor großen Veränderungen in diesem so unruhigen 20. Jahrhundert. Ashiya und Osaka sind die Kulissen vor denen die Familiengeschichte der alten Kaufmannsfamilie Makioka erzählt wird. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die vier Schwestern Tsuruko, Sachiko, Yukiko und Taeko. Der Reichtum der Familie, geführt vom Familienoberhaupt Tatsuo ist in den Jahren nach dem Tod des Vaters der vier Schwestern weniger geworden und damit auch die Möglichkeiten, die beiden jüngsten Schwestern Yukiko und Taeko vorteilhaft zu verheiraten. Tanizaki konzentriert sich im Verlauf der Handlung besonders auf diese beiden Schwestern, deren Charaktere und Lebensvorstellungen kaum unterschiedlicher sein können. „Einstieg in die japanische Literatur: The Makioka Sisters“ weiterlesen