Kazuki Kaneshiro: Go!

Eine Junge verliebt sich in ein Mädchen – ein klassischer Plot ganz aktuell.

Es ist ein klassischer Plot, wie ihn auch Shakespeare schon genutzt hat: Ein Junge verliebt sich in ein Mädchen, sie verliebt sich auch in ihn, aber die Gesellschaft will nicht, dass die beiden glücklich zusammenkommen können. So weit, so bekannt. Allerdings ist „Go!“ kein Stück von Shakespeare und auch kein europäischer Roman und nicht nur die Gesellschaft hat gegen eine Beziehung etwas einzuwenden.

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Einstieg in die japanische Literatur: The Makioka Sisters

Die Geschichte um die vier Schwestern wird in Japan als Meisterwerk der Romangattung angesehen. Verdient.

Japanische Literatur ist in Deutschland nicht sehr populär, wenn man von den Romanen Haruki Murakamis und diversen Manga-Serien absieht. Und auch so populäre Bücher wie „Die Geisha“ oder „Shogun“, die in Japan spielen, sind von westlichen Autoren geschrieben worden. Ich habe mich auf die Suche nach Romanen von japanischen Autoren gemacht und bin dabei auf Junichiro Tanizaki gestoßen, der zu den bedeutendsten Autoren der japanischen modernen Literatur zählt.


Japan, 1938 — der 2. Weltkrieg kündigt sich langsam in Europa an und auch das alte Kaiserreich Japan steht vor großen Veränderungen in diesem so unruhigen 20. Jahrhundert. Ashiya und Osaka sind die Kulissen vor denen die Familiengeschichte der alten Kaufmannsfamilie Makioka erzählt wird. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die vier Schwestern Tsuruko, Sachiko, Yukiko und Taeko. Der Reichtum der Familie, geführt vom Familienoberhaupt Tatsuo ist in den Jahren nach dem Tod des Vaters der vier Schwestern weniger geworden und damit auch die Möglichkeiten, die beiden jüngsten Schwestern Yukiko und Taeko vorteilhaft zu verheiraten. Tanizaki konzentriert sich im Verlauf der Handlung besonders auf diese beiden Schwestern, deren Charaktere und Lebensvorstellungen kaum unterschiedlicher sein können. „Einstieg in die japanische Literatur: The Makioka Sisters“ weiterlesen