Soji Shimada: The Tokyo Zodiac Murders

„The Tokyo Zodiac Murders“ ist ein spannender Krimi aus Japan und das erste Werk eines heute noch populären Genres. Unbedingte Leseempfehlung für alle Ratesüchtigen.

Nach den Krimis um Inspektor Chen in Shanghai geht die Krimireise weiter nach Japan. Soji Shimadas „Tokyo Zodiac Murders“ ist ein Klassiker des japanischen Subgenres honkaku, das sich vor allem auf Plot und Hinweise konzentriert und LeserInnen auffordert, selbst nach der Lösung im Text zu suchen. Insofern ist honkaku dem westlichen „whodunnit“ nicht unähnlich. Zunächst wird der gesamte Plot erzählt, alle Hinweise sind bereits vorhanden, bevor die Lösung präsentiert wird, wie man das bereits von Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes“ kennt. „Soji Shimada: The Tokyo Zodiac Murders“ weiterlesen

Junichiro Tanizaki – The Makioka Sisters

Die Geschichte um die vier Schwestern wird in Japan als Meisterwerk der Romangattung angesehen. Verdient.

Japan, 1938 — der 2. Weltkrieg kündigt sich langsam in Europa an und auch das alte Kaiserreich Japan steht vor großen Veränderungen in diesem so unruhigen 20. Jahrhundert. Ashiya und Osaka sind die Kulissen vor denen die Familiengeschichte der alten Kaufmannsfamilie Makioka erzählt wird. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die vier Schwestern Tsuruko, Sachiko, Yukiko und Taeko. Der Reichtum der Familie, geführt vom Familienoberhaupt Tatsuo ist in den Jahren nach dem Tod des Vaters der vier Schwestern weniger geworden und damit auch die Möglichkeiten, die beiden jüngsten Schwestern Yukiko und Taeko vorteilhaft zu verheiraten. Tanizaki konzentriert sich im Verlauf der Handlung besonders auf diese beiden Schwestern, deren Charaktere und Lebensvorstellungen kaum unterschiedlicher sein können. „Junichiro Tanizaki – The Makioka Sisters“ weiterlesen