Höhtker: Das Jahr der Frauen

Der Kommunikationsexperte Frank Stremmer, tätig für eine internationale Organisation in Genf unter der Leitung des legendären Chairman Gonzales, schließt mit seinem Psychotherapeuten Dr. Yves Niederegger eine Wette ab. Niederegger will gar nicht wetten, kann der Erpressung durch seinen Patienten nicht entkommen: Stemmer setzt sein Leben als Einsatz. Am Ende des Jahres, so teilt er mit, werde er sich selbst töten, wenn es ihm nicht gelingen sollte, 12 Frauen – eine in jedem Monat – „verbraucht“ zu haben.

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Repost: Christian Kracht – Faserland

Ungefilterte erste Leseeindrücke aus dem Lesejournal. Heute Christian Kracht: Faserland.

Über Christian Kracht lässt es sich ja ganz hervorragend diskutieren und streiten. Ich glaube, neben Clemens Meyer ist das einer der wenigen Autoren, die in meinem Freundeskreis polarisierende Meinungen hervorrufen. „Faserland“ war der erste Roman, den ich von Kracht gelesen habe. Das ist schon eine Weile her, aber der Eindruck hat sich seitdem nicht wesentlich verändert, sondern eher mit der Lektüre von „Imperium“ verstärkt: Konsummüdigkeit spielt in allen Werken eine nicht zu unterschätzende Rolle, aber ich weiß nicht so recht, ob sich der Autor nicht langsam ein wenig in seinem Stil verrennt. Mal schauen, was sein neuer Roman „Die Toten“ so bringt. Bis dahin aber noch der ungefilterte Eindruck von Faserland, kurz nach dem ersten Lesen vor einigen Jahren. „Repost: Christian Kracht – Faserland“ weiterlesen

Zum Geburtstag: Sibylla Schwarz

Die „pommersche Sappho“ feiert ihren 395. Geburtstag. Ein kurzes Wort zu Sibylla Schwarz.


Ein Freund ist das bäste / das man liebet

WAs wündscht die Welt doch mehr / was kan sie mehr begehren /
Alß wenn der Höchste ihr der Bitte wil gewehren /
wenn sie / durch Zuversicht / ihn fleissig ruffet an /
um einen treuen Freund / der viel uns dienen kan?
Ist man in Todes Noht / wird man mit tausend Plagen
gemartert und betrübt / wenn wihrs dem Freunde klagen /
so hilfft er uns so viel / alß er uns helffen kan /
wir nehmen / vor die Taht / von ihm den Willen an;
Und kan er uns nicht mehr in unsern Nöhten schüzen;
so mag ein guhtes Wort uns mehr als silber nüzen;
Ein Wort / ein guhtes Wort / das recht von Herzen geht /
das nicht nur wegen Zier allein zu loben steht /
ist besser noch als Gold / eß helt uns recht das Leben /
man stirbt auch ohne das / eh Gott die Zeit gegeben;
Drüm ist ein guhter Freund das beste das man liebt /
das höchste / das man wündscht / und dem man sich ergiebt;
Hab ich gleich nicht viel Gelt / hab ich gleich nicht viel Güter /
so lieb und halt ich hoch die Treue der Gemüter;
Wohl dem der üm und ümb kan bey den Freunden sein /
und sterben endlich auch in ihrer Augenschein.


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10 Fragen zu Büchern

Birgit von sätze&schätze stellt 10 knifflige Fragen zur eigenen Lektüregeschichte. Ich grabe in meinem Gedächtnis und treffe viele Bekannte.

Es gibt Blogs, die ich sehr schätze, weil dort kluge Menschen sehr schlau über Dinge schreiben, von denen sie etwas verstehen. sätze&schätze ist einer dieser Blogs und deshalb freue ich mich, von Birgit zum Nachdenken über die eigene Lektüregeschichte angestachelt zu werden, in dem sie 10 Fragen zu Büchern stellt.
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Franziska Linkerhand – Eine Frau geht ihren Weg.

Der Roman „Franziska Linkerhand“ hat viele Seiten, die ihn noch heute faszinierend machen.

Franziska Linkerhand  – was ist es denn nun eigentlich?

Ein Liebesroman? Ich gebe zu, ja, da ist Ben, da ist das Zimmer in Berlin. Da sind die kitschigen Szenen mit heißen Küssen und Schutz unter der olivgrünen Windjacke. An Männern mangelt es wahrlich nicht in diesem Roman und wer genau hinschaut, erkennt schnell, dass schon die Erzählweise verrät, welche Männer sexuelles Begehren für Franziska empfinden. Nur der Vater, dieser Intellektuelle aus dem 19. Jahrhundert, ist davon ausgenommen. Alle anderen sind von der Lust getrieben und Franziska kennt ihr Innenleben.

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