Soji Shimada: The Tokyo Zodiac Murders

„The Tokyo Zodiac Murders“ ist ein spannender Krimi aus Japan und das erste Werk eines heute noch populären Genres. Unbedingte Leseempfehlung für alle Ratesüchtigen.

Nach den Krimis um Inspektor Chen in Shanghai geht die Krimireise weiter nach Japan. Soji Shimadas „Tokyo Zodiac Murders“ ist ein Klassiker des japanischen Subgenres honkaku, das sich vor allem auf Plot und Hinweise konzentriert und LeserInnen auffordert, selbst nach der Lösung im Text zu suchen. Insofern ist honkaku dem westlichen „whodunnit“ nicht unähnlich. Zunächst wird der gesamte Plot erzählt, alle Hinweise sind bereits vorhanden, bevor die Lösung präsentiert wird, wie man das bereits von Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes“ kennt. „Soji Shimada: The Tokyo Zodiac Murders“ weiterlesen

Kyun Soo-Shin: Please look after Mother.

In Korea war dieser Roman ein Bestseller. Es ist das erste Buch der Schriftstellerin, das auf Englisch erschienen ist.

„It’s been one week since mother went missing.“ ist der erste Satz des Romans. Das Ereignis, das die gesamte folgende Handlung auslöst, wird hier in wenigen, einfachen Worten gesetzt, ohne näher darauf einzugehen, warum Mutter verschwunden ist, ob jemand sie entführt hat, wo sie verschwand oder welche Maßnahmen ergriffen worden sind, um sie wieder zu finden. „Kyun Soo-Shin: Please look after Mother.“ weiterlesen

Repost: Christian Kracht – Faserland

Ungefilterte erste Leseeindrücke aus dem Lesejournal. Heute Christian Kracht: Faserland.

Über Christian Kracht lässt es sich ja ganz hervorragend diskutieren und streiten. Ich glaube, neben Clemens Meyer ist das einer der wenigen Autoren, die in meinem Freundeskreis polarisierende Meinungen hervorrufen. „Faserland“ war der erste Roman, den ich von Kracht gelesen habe. Das ist schon eine Weile her, aber der Eindruck hat sich seitdem nicht wesentlich verändert, sondern eher mit der Lektüre von „Imperium“ verstärkt: Konsummüdigkeit spielt in allen Werken eine nicht zu unterschätzende Rolle, aber ich weiß nicht so recht, ob sich der Autor nicht langsam ein wenig in seinem Stil verrennt. Mal schauen, was sein neuer Roman „Die Toten“ so bringt. Bis dahin aber noch der ungefilterte Eindruck von Faserland, kurz nach dem ersten Lesen vor einigen Jahren. „Repost: Christian Kracht – Faserland“ weiterlesen

Krimis aus China – Qiu Xiaolong

Gute Krimis kommen nicht nur aus Skandinavien, sondern auch aus China. So wie die Krimireihe um Inspektor Chen in Shanghai von Qiu Xiaolong.

In letzter Zeit ist es sehr ruhig geworden in der Bücher-Kategorie auf diesem Blog. Das hat einerseits mit meiner Unlust zu tun, mich über Literatur auszulassen, wenn ich in der Zeit draußen auf meinem Fahrrad unterwegs sein kann. „Krimis aus China – Qiu Xiaolong“ weiterlesen

Elizabeth von Arnim – Verzauberter April

4 Frauen und ein Castello in Italien – spitzzüngig und unterhaltsam.

Der Frühling soll sich in den nächsten Tagen noch einmal verabschieden und der Winter sein Comeback feiern — zumindest ein bisschen. Was mir jetzt über diese Wetteraussichten hinweg hilft, ist Lektüre, die Wärme und Leichtigkeit ausstrahlt und von einem warmen Frühling träumen lässt. Ein Buch, das wie ein Anti-Depressivum wirkt, und wenn es nur fünf Minuten sind, die man darin blättern kann. Genau dieses Buch fand ich vor einiger Zeit in einem kleinen Bücherschrank irgendwo in Lübeck. „Verzauberter April“ von Elizabeth von Arnim ist genau das richtige Buch für diesen Monat. „Elizabeth von Arnim – Verzauberter April“ weiterlesen