Neu in Dortmund: Endlich ein Computerspielemuseum

Das Museum der digitalen Kultur in Huckarde bietet Entertainment für die kalte Jahreszeit.

Die Dortmunder Museenlandschaft hat Zuwachs bekommen, der sich wahrlich nicht verstecken muss. In Huckarde, in der Nähe der Kokerei Hansa, hat vor Kurzem das Deutsche Museum der Digitalen Kultur a.k.a BINARIUM eröffnet. Noch haben die Menschenmassen den Weg dorthin nicht gefunden, so dass ein Besuch ohne Warterei und mit jeder Menge Probiermöglichkeiten wirklich lohnt.

Anschauen, Anfassen, Ausprobieren

Im BINARIUM dürfen nämlich nicht nur Konsolen und Handheld-Konsolen aus allen Generationen angeschaut und so einige Raritäten entdeckt werden. Der Betreiber lädt seine Gäste auch dazu ein, so einige Spiele aus vier Jahrzehnten Gaminggeschichte auszuprobieren. Am Besten ist es, wenn man sich gleich einen Gegner mitbringt und dann nacheinander Pong, Pacman, Streetfighter, Super Mario bishin zu Just Dance anspielt. Wer lieber allein kommt, kann natürlich trotzdem einiges probieren – bishin zum Flugsimulator mit komplettem Cockpit.

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Die Ausstellung soll noch weiter wachsen, wenn sie bei den BesucherInnen auf entsprechendes Interesse stößt. Neben dem Ausstellungsteil befindet sich im BINARIUM auch das Café NETZWERK, das neben Kaffee (gut) und Kuchen (sehr lecker) auch Mittagsangebot und verschiedene Salate anbietet. Die Preise sind moderat und die MitarbeiterInnen wirklich nett.

Aktionspreise zur Eröffnung im Dezember

Im Moment zahlen BesucherInnen für den Eintritt den Aktionspreis von 5 Euro. Der Preis ist völlig in Ordnung, denn die Ausstellung wartet mit so einigen Schätzen auf, die nicht nur für LiebhaberInnen und SammlerInnen von alten und neueren Konsolen und Spielen interessant sind. Auch wer so gar keine Ahnung von Videospielen hat, kommt auf jeden Fall auf seine/ihre Kosten.

Ausstellungsraum_Binarium_Dortmund

Der Ehemann und ich jedenfalls hatten viel Spass, vor allem bei einer Runde Pong, die bei uns beiden Ehrgeiz geweckt hat. Ich habe auch gelernt, dass ich im Falle eines Notfalles die letzte Person bin, die versuchen sollte, ein Flugzeug zu steuern. Gnadenlos wurde es direkt hart auf den Boden der Tatsachen befördert, weshalb ich mich erstmal mit einem Stück Kuchen trösten musste.

Für kalte Wintertage, doofe Sonntage oder auch Kulturmuffel ist das BINARIUM eine tolle Adresse, um ein paar vergnügliche Stunden zu verbringen. Wärmstens empfohlen!


BINARIUM
Museum der digitalen Kultur
Hülshof 28, 44369 Dortmund
www.retrobude.de
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Von Farben und Meer: Das Herz auf der Haut

Für die einen sind sie „stylische Accessoires“ für die anderen der „Quastenflosser unter den Kulturtechniken“. Für den mareverlag sind Tätowierungen ein guter Grund, eine tolle Anthologie herauszubringen.

Den mareverlag schätze ich persönlich sehr. Eigentlich schätze ich alles sehr, was mit dem Meer zu tun hat. Also eben auch den mare Verlag, weil der nämlich ein Programm hat, in dem das Meer eine wichtige Rolle spielt. Ich mag übrigens auch Tattoos, hab ja selbst das ein oder andere. Und Meer und Tattoos, das geht gut zusammen. Deswegen hat der mare Verlag eine Anthologie daraus gemacht und Clemens Meyer (selbst ziemlich tätowiert) gebeten, ein Vorwort zu schreiben. Das endete dann damit, dass ich dieses Buch kaufen musste und es mich sehr glücklich gemacht hat. „Von Farben und Meer: Das Herz auf der Haut“ weiterlesen

Repost: Christian Kracht – Faserland

Ungefilterte erste Leseeindrücke aus dem Lesejournal. Heute Christian Kracht: Faserland.

Über Christian Kracht lässt es sich ja ganz hervorragend diskutieren und streiten. Ich glaube, neben Clemens Meyer ist das einer der wenigen Autoren, die in meinem Freundeskreis polarisierende Meinungen hervorrufen. „Faserland“ war der erste Roman, den ich von Kracht gelesen habe. Das ist schon eine Weile her, aber der Eindruck hat sich seitdem nicht wesentlich verändert, sondern eher mit der Lektüre von „Imperium“ verstärkt: Konsummüdigkeit spielt in allen Werken eine nicht zu unterschätzende Rolle, aber ich weiß nicht so recht, ob sich der Autor nicht langsam ein wenig in seinem Stil verrennt. Mal schauen, was sein neuer Roman „Die Toten“ so bringt. Bis dahin aber noch der ungefilterte Eindruck von Faserland, kurz nach dem ersten Lesen vor einigen Jahren. „Repost: Christian Kracht – Faserland“ weiterlesen

Schlössertour: Mit dem Rad von Dortmund-Hörde über Lünen nach Nordkirchen

Schloss Schwansbell | Schloss Cappenberg | Schloss Nordkirchen
Strecke: ca. 40 km, wenig Steigung

Neben viel Industriekultur haben Dortmund und die umliegenden Gegenden auch sehr viele Schlösser zu bieten, die zu besuchen sich wirklich lohnt. Mit Schloss ist nicht immer ein so großes Bauwerk gemeint wie das Schloss Nordkirchen, welches als „Versailles Westfalens“ gehandelt wird. Manchmal sind es auch nur kleinere Häuser, die es da zu entdecken gilt. „Schlössertour: Mit dem Rad von Dortmund-Hörde über Lünen nach Nordkirchen“ weiterlesen

Was ich im Urlaub nicht gelesen habe.

Wer Bücher liest und reist, wählt oft die Lektüre, die am Urlaubsort entstanden ist. Und wer dann in der heißen Sonne Griechenlands landet, vergisst gelegentlich alle Lektürepläne.

Die erste Handlung, die ich nach der Landung auf Korfu durchführe, ist, meine geschlossenen Schuhe durch ein paar bequeme, wenn auch nicht ganz stylische, Birkenstock-Sandalen zu ersetzen. Freiheit für die Füße! Im Nachhinein ist das auch der Moment, in dem meine guten Lese-Vorsätze für den Urlaub direkt den Bach runtergegangen sind. „Was ich im Urlaub nicht gelesen habe.“ weiterlesen