Cycling Fashion oder: Ich habe nichts zum Anziehen

Ein paar Tipps für schöne und nicht alltägliche Radbekleidung

Schaut man in die Texilabteilungen eines großen Sportkaufhauses und seines preiswerten Pendants aus Frankreich, steht man als Frau schnell vor der Entscheidung entweder das wenige zu nehmen, was sich dort überhaupt findet, oder aber eine längere Suche im Internet anzufangen.

Das soll bitte nicht falsch verstanden werden, natürlich gibt es in den passenden Geschäften auch Kleidung für Frauen, die den Ansprüchen an meine Anatomie und Funktionalität gerecht werden, aber es gibt für mich persönlich eben auch Argumente, die gegen einen Kauf sprechen: „Cycling Fashion oder: Ich habe nichts zum Anziehen“ weiterlesen

Soji Shimada: The Tokyo Zodiac Murders

„The Tokyo Zodiac Murders“ ist ein spannender Krimi aus Japan und das erste Werk eines heute noch populären Genres. Unbedingte Leseempfehlung für alle Ratesüchtigen.

Nach den Krimis um Inspektor Chen in Shanghai geht die Krimireise weiter nach Japan. Soji Shimadas „Tokyo Zodiac Murders“ ist ein Klassiker des japanischen Subgenres honkaku, das sich vor allem auf Plot und Hinweise konzentriert und LeserInnen auffordert, selbst nach der Lösung im Text zu suchen. Insofern ist honkaku dem westlichen „whodunnit“ nicht unähnlich. Zunächst wird der gesamte Plot erzählt, alle Hinweise sind bereits vorhanden, bevor die Lösung präsentiert wird, wie man das bereits von Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes“ kennt. „Soji Shimada: The Tokyo Zodiac Murders“ weiterlesen

Das Fahrrad und ich – Teil III: Herausforderungen annehmen

Ich besiege den inneren Schweinehund und mich selbst und fahre das erste Mal mehr als 100 km an einem Tag.

Strava ist ein böses Instrument. Nicht nur, dass es mir gnadenlos sagt, dass ich an manchen Tagen die Schnelligkeit einer 100-jährigen Schildkröte besitze und mir auch noch unter die Nase reibt, wenn mich die Steigung wieder einmal in die Knie gezwungen hat, nein – es setzt mir auch noch ganz andere dumme Ideen in den Kopf. Diesmal ist es eine Challenge – ein Gran Fondo im April. Diese lockere Herausforderung besteht also darin, an einem Tag eine Strecke von 100 km zu bezwingen und danach noch in der Lage zu sein, das eigene Rad zumindest abzustellen und ins Bett zu wanken. „Das Fahrrad und ich – Teil III: Herausforderungen annehmen“ weiterlesen

Kyun Soo-Shin: Please look after Mother.

In Korea war dieser Roman ein Bestseller. Es ist das erste Buch der Schriftstellerin, das auf Englisch erschienen ist.

„It’s been one week since mother went missing.“ ist der erste Satz des Romans. Das Ereignis, das die gesamte folgende Handlung auslöst, wird hier in wenigen, einfachen Worten gesetzt, ohne näher darauf einzugehen, warum Mutter verschwunden ist, ob jemand sie entführt hat, wo sie verschwand oder welche Maßnahmen ergriffen worden sind, um sie wieder zu finden. „Kyun Soo-Shin: Please look after Mother.“ weiterlesen

Das Fahrrad und ich – Teil II: Wege der Einsamkeit

Jung, verzweifelt, sucht… Kontaktaufnahmen für Anfänger

Wie ich zum „sportlichen“ Radfahren kam, erklärte ich ja bereits im ersten Teil. Schon da hatte ich auch die Schwierigkeiten angeschnitten, die sich für mich als wenig ehrgeiziges und eigentlich leistungsfeindliches Wesen ergeben. Eine dieser Schwierigkeiten besteht darin, jemanden zu finden (außer meinen leidgeprüften Mann), der gelegentlich mit mir zusammen fahren will. Die meiste Zeit über wäre ich auch als Einzelkämpfer zufrieden. Trotzdem ist es doch etwas anderes, wenn man jemanden hat, der die nächste Steigung genauso hochächzt wie ich selbst und wir uns dann oben gegenseitig gratulieren können. „Das Fahrrad und ich – Teil II: Wege der Einsamkeit“ weiterlesen