34/2015

Die Woche war voller Arbeit im Dreck und Staub der alten Wohnung in Greifswald. Deswegen kam alles andere viel zu kurz und die wöchentliche Linkliste bleibt enorm übersichtlich.

Interviews mit Menschen, die ihr Lieblingsbild aus den 1500 Handybildern zeigen, die auf ihrem Smartphone gespeichert sind. Und die passenden Geschichten dazu erzählen. Mich erinnert es daran, dass der Speicher meines Telefons recht voll ist und ich mal aufräumen sollte. Mein Lieblingsbild ist übrigens dieses hier, entstanden an einem perfekten Wochenende in Hamburg, als die Fernbeziehung noch eine war:

St. Pauli, Hamburg

„Ein möblierter Roman.“: Karasek bespricht den neuen IKEA-Katalog. Kann man mal machen und ich freue mich, wenn sich die Literaturkritik selbst mal nicht so ernst nimmt.

2013 brachte The New Yorker eine gute Reportage über Geschlechtsumwandlungen bei Jugendlichen, die mich in mehrerer Hinsicht überzeugt hat: Zum Einen, weil hier mal F.T.M. – also Frauen, die Männer werden – im Mittelpunkt stehen; zum Anderen weil es eben nicht nur ein Hochjubel-Wir-haben-schon-viel-Erreicht-Text ist, sondern eine ausgewogene Reportage, die auch kritische Punkte einbezieht.

Dann war da natürlich noch die Veröffentlichung der Longlist des Deutschen Buchpreises 2015, die mich jedes Jahr aufs Neue in eine kleine Sinnkrise stürzt. Ich lese viel und ich lese viel Aktuelles, aber ernsthaft: Die zeitgenössische Literatur scheint noch immer an mir vorbeizugehen, dann ich kenne nur einen Bruchteil der nominierten AutorInnen. Jetzt besorge ich mir erstmal die Leseproben, dann bilde ich mir eine vorläufige Meinung. Und verfolge so lange all die anderen guten Literaturblogs, die schon ganz im Lesen angekommen sind.

Und ganz am Ende nur schnell noch eine tanzende Möwe. Ende, aus, ich habe ein Lächeln im Gesicht.

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