10 Orte, die man in Seoul sehen sollte

10 Ausflugsziele in Seoul, die sich wirklich lohnen

Seoul bietet genügend spannende Ecken und Enden, um sich einige Monate als Tourist unterhalten zu fühlen. Wer sich wie wir zuerst völlig erschlagen fühlt von der schieren Menge an Sehenswürdigkeiten, Museen und Shoppingmöglichkeiten, kann sich hier erste Inspirationen holen. Natürlich ist diese Liste völlig subjektiv und stellt auch keine Rangfolge dar.


1. Lotte World Tower und Lotte Mall

Der Lotte World Tower ist im Moment das fünfthöchste Gebäude der Welt. Auf den Aussichtsdecks auf knapp 500 Meter Höhe hat man einen unglaublichen Blick auf Seoul, besonders dann, wenn man abends nach Einbruch der Dunkelheit vorbeischaut. Von hier oben wird erst deutlich, welche riesigen Dimensionen die Stadt hat. Damit ist der Aussichtspunkt der ideale Einstieg für Stadtentdeckerinen. Unter der Woche sind die Schlangen am Abend auch sehr viel kürzer. Danach kann man essen und shoppen in der riesigen angeschlossenen Shopping-Mall.

Ach ja, es gibt einen Glasboden. Auf 487 Metern. Nichts für Menschen mit Höhenangst!
2. Baegak Mountain Trail

Seoul besitzt noch einen Stadtwall rund um den historischen Kern der Metropole. Wer will, kann entlang der Mauer einmal um den alten Teil herumlaufen. Aber Vorsicht! Diese Wanderung ist länger als gedacht und hat viele steile Passagen. Wer die schönsten Ausblicke sucht, wandert den Abschnitt, der als Baegak Mountain Trail bekannt ist. Denkt unbedingt an den Reisepass und Informationen zu eurem Hotel oder Hostel! Der Trail führt durch militärisches Sperrgebiet und ihr müsst euch anmelden, freundliches Militärpersonal hat eure Wanderung und Sicherheit immer im Blick. Der Ausblick vom Baegak-Gipfel lohnt aber alle Strapazen, vor allem aber lernt ihr eine Menge über die angesagten Outdoorkollektionen der aktuellen Saison, denn für die Leute hier scheint der Mountain Trail schon eine halbe Everest-Besteigung darzustellen.

Ausblick vom Gipfel auf Koreaner in voller Outdoor-Montur, im Hintergrund Namsan-Park.
3. War Memorial

Der Koreakrieg und die Teilung Koreas ist natürlich noch immer die schlimmste Erfahrung der Südkoreaner. Das riesige Monument und die umfassenden Ausstellungen geben einen guten Überblick über die Ereignisse. Für mich hat sich hier eine riesige Wissenslücke geschlossen und mir ein besseres Verständnis für den Umgang der Koreaner mit der ständigen Bedrohung durch Kim Jong-Un eröffnet. Wie in vielen anderen Museen und Kulturorten ist der Eintritt auch hier frei.

Nachbau eines Schildkrötenschiffs, mit dem sich die Koreaner erfolgreich gegen eine japanische Invasion gewehrt haben
4. Gyeongbokgung Palace

Mit der historischen Entdeckungsreise geht es weiter. Der Sitz der Kaiser Koreas liegt am Ende einer großen Prachtstraße und ist weithin schon durch das Tor sichtbar. Dahinter eröffnet sich ein typisch koreanischer Palast mit Haupt- und Nebengebäuden, einem Park, Souvenir-Shop und einem Café. Wer sich in Insadong oder Bukcheon einen Hanbok – die typische koreanische Frauentracht – leiht, bekommt den Eintritt geschenkt. Viele Koreanerinnen kommen hier deshalb in Tracht her, um die obligatorischen Selfies zu machen.

Aussicht auf das innere Palasttor. Links im Bild: Koreanerinnen in traditionellen Hanboks
5. Chandeok Palace und der Secret Garden

Eigentlich fast nebenan zum Geyeongbokgung Palace liegt der Chandeok Palace mit dem geheimen Garten, zu dem früher nur die kaiserliche Familie und Angehörige des Kaiserhofes Zutritt hatten. Auch heute kann man ihn nicht einfach so betreten, sonder muss sich einer der zahlreichen Führungen anschließen. Wenn man koreanische Gartengestaltung mag, ist man damit gut bedient, alle anderen lassen das lieber, denn blühende Blumenmeere werdet ihr hier nicht finden.

Wasserensemble im Secret Garden
6. Myeong-Dong District

Seoul ist natürlich auch ein Shopping-Paradies. Es gibt nichts, was man hier nicht kaufen könnte. In diesem Land wird ein Viertel der Kosmetik für Männer weltweit verkauft. Koreaner sind sehr penibel, wenn es um die Körperpflege geht und so überrascht es nicht, dass in Myeong-dong an jeder Ecke ein Kosmetikladen zu finden ist.  Hier kann man sich treiben lassen, ohne dass die Gegend so überlaufen ist wie beispielsweise Gangnam. Außerdem findet man hier ein Katzencafé!

7. Jogyesa Buddhist Temple

Nach so viel Trubel im Shoppingviertel wird es wieder Zeit, sich etwas auf die wahren Werte zu besinnen, am besten in einem Tempel. Jogyesa ist der Hauptsitz der koreanischen Buddhisten. Der Tempel steht mitten in der nördlichen Stadt zwischen Hochhäusern und großen Straßen. Geht man durch das Tor, verschwindet der Straßenlärm jedoch und man befindet sich in einer Ruheoase. Über das Templestay-Programm kann man übrigens auch Übernachtungen buchen.

Buddhastatuen im Jogyesa-Tempel
8. Bukcheon Folk Village

Seoul wächst noch immer weiter und an jeder Ecke wird ein neuer Wolkenkratzer gebaut. Trotzdem gibt es noch einige Orte, an denen man sehen kann, wie Seoul um 1900 aussah. Einer dieser Orte ist das Bukcheon Folk Village, in dem ihr die traditionellen Hanoks sehen könnt, koreanische Häuser mit Papierfenstern und wunderschönen Holzschnitzereien. Da Bukcheon ein normales Wohngebiet ist, solltet ihr etwas Rücksicht auf die Bewohner nehmen und nicht versuchen, jedes Haus auch von innen zu sehen. Wer alles gesehen hat, geht danach noch ins Museum of Contemporary Art oder steigt weiter den Berg hoch bis zum Baegak Mountain Trail.

Installation vor dem Museum of Contemporary Art im Bukcheon Folk Village
9. Dongdaemun History & Culture Park Station

Was tun, wenn gerade viel Geld da ist und man eine ständig wachsende Metropole ist? Richtig, man klotzt einfach mal so ein fettes Designplaza hin und füllt es mit jeder Menge spannender Sachen. Hier findet ihr nicht nur eine perfekte Auswahl an Streetfood, sondern auch (natürlich) eine riese Shopping-Mall, eine Designausstellung, den passenden Shop dazu und architektonische Highlights im Außenbereich. Kostenpunkt: kostenlos.

Dongdaemun Design Plaza mit Nachtkunstmarkt und Blick auf den Designshop
10. Olympia Park

1988 fanden die Olympischen Sommerspiele in Seoul statt. Der Olympiapark erinnert noch heute an dieses Ereignis und ist ein beliebter Erholungsort bei den Einwohnern Seouls. Auf dem Gelände kann man die Flaggen aller Teilnehmerländer von 1988 bestaunen, unter anderem Jugowslawien, die DDR und die SSSR. Wo die Koreaner wohl den Flaggennachschub dafür herbekommen?

Die Fahnen aller Teilnehmerländer an den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul

Natürlich gibt es in Seoul noch sehr viel mehr zu sehen. Habt ihr vielleicht noch Tipps? Oder wisst ihr von Orten, die ihr in Seoul unbedingt sehen wollt? Schreibt es in die Kommentare!
Im nächsten Teil erzähle ich euch von unserem Ausflug nach Busan und von einem Tempel, der direkt ins Meer zu wachsen scheint.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.