1, 2, 3 … Kimchi! Selfies und Streetfood

Kulinarische Höhepunkte warten in Südkorea an jeder Straßenecke.

Hungrig von all dem Sightseeing und Wandern? Gut, dass es in Korea so viele Restaurants wie Smartphones gibt. Südkorea ist das Paradies für alle Menschen, die sich von ihrem Smartphone nicht mehr trennen können. Hier wird hemmungslos überall auf den Bildschirm gestartet und an jeder Ecke werden Selfies geschossen. Wir haben häufig gesehen, wie sich junge Koreanerinnen im Coffee Shop treffen, um dort weiter auf ihre Bildschirme zu schauen. Gespräche? Eher nein. Für uns war das aber beim Essen die beste Unterhaltung.

Bibimbap in klassischer Variante, Essensauswahl im Google-Büro in Seoul, Fleischtopf mit Gemüse und Nudeln

Überhaupt, das Essen. Meine größte Sorge war ja, dass ich einigermaßen hungrig bleiben müsste, da ich keinen Seetang essen kann, ohne Würgereize zu bekommen und auch Meeresfrüchten eher kritisch gegenüber stehe. Die Sorgen waren aber völlig unbegründet, denn Südkorea ist ein kulinarisches Paradies! Was jetzt folgt, ist eine Kalorienorgie. Ich hoffe, ihr seid hungrig, hier ist eine Liste von Dingen, die ihr probieren solltet.

Kimchi

Das Offensichtlichste zuerst: Kimchi gibt es überall und zu jedem Essen, ob ihr wollt oder nicht. Koreanisches Frühstück? Kimchi! Zum Mittagessen? Kimchi. Im Eintopf? Natürlich Kimchi! Der eingelegte Kohl mit Chili ist nicht wegzudenken aus der koreanischen Kultur. Die Liebe geht so weit, dass man sich am Flughafen in Incheon genötigt sah, große Schilder anzubringen, die die Mitnahme von Kimchi im Handgepäck verbieten. So manche koreanische Familie hat sogar einen eigenen Kühlschrank dafür. Kimchi ist außerdem noch schrecklich gesund und kann dir sicher bei jeder Reiseunpässlichkeit helfen.

In Korea sind auch die Kuchen niedlich.
Bulgogi

Neben Kimchi spielt auch Fleisch eine enorm wichtige Rolle in der traditionellen Küche. Vegetarier und Veganer werden die Tränen in den Augen stehen im Angesicht des Fleischkonsums. Eine beliebte Variante ist Bulgogi, „Feuerfleisch“. In praktische Streifen geschnitten wird hier Fleisch vom Schwein oder Rind über offenem Feuer zubereitet. Vorher wird es in eine Marinade eingelegt. Dazu gibt es Reis, Salatblätter, scharfe Chilipaste und – Kimchi! Eigentlich ist Bulgogi ein Festtagsgericht, inzwischen kann man es aber an jeder Ecke bekommen.

Bibimbap

Wenn im Studium das Geld knapp war, gab es bei mir manchmal einen kulinarischen Höhepunkt, den ich liebevoll Reis mit Scheiss nenne. In Wahrheit war das nur Reis mit Buttergemüse, aber Hauptsache es macht satt. Bibimbap ist quasi die Haute Cuisine davon, sieht natürlich viel besser aus und kommt in hundert Variationen daher. Wichtig beim Verzehr: Alle Zutaten in der Schüssel gut durchmischen und gelegentlich ein bisschen Kimchi dazwischen essen. Geht ihr in ein koreanisches Restaurant gibt es zum Bibimbap meistens 2 oder 3 kleine Beilagenschüsseln mit unterschiedlichem Inhalt, je nachdem, was im Restaurant gerade in ist.

 

Scharfe Nudelsuppen gibt es auch häufig. Rechts oben: Dongbang mit Schokofüllung, unten rechts: Bitte angeben, wie scharf es sein soll.
Streetfood

Das letzte Highlight ist für Europäer meistens auch das schwierigste, zumindest wenn man auf die strikte Einhaltung von Hygienevorschriften und Sagrotan besteht. Glücklicherweise sind mein Mann und ich mit starken Mägen ausgestattet und wir hatten auch eine passende Reiseapotheke dabei. Gebraucht haben wir sie nicht. Probiert haben wir verschiedene Dinge: Gebratenen Oktopus, Dongbang (Brot mit Schokofüllung), Hähnchenspieße, Kimbap, einen Eiertoast, der jedem Kardiologen Schwindelgefühle bereitet hätte und Eis mit Honigwaben. Alles davon war sehr gut und ohne Probleme essbar.

Vanilleeis mit Honigwabe und Oreokeks in einer Waffel in Fischform. Lecker!
Und was gibt es zum Frühstück?

Koreanisches Frühstück unterscheidet sich wenig von dem, was es sonst am Tag gibt. Auf den Tisch kommt Reis, Algen, Dumplings, Eierspeisen und, ihr erratet es, Kimchi. Für uns war das nichts, aber glücklicherweise gibt es noch Paris Baguette – die koreanische Vorstellung davon, wie ein französisches Cafe aussehen könnte. Und weil auch in Korea alles irgendwie niedlich ist, gibt es hier die schönsten Kaffeebecher Seouls. Wer hier nicht glücklich wird, kann sich in einem der zahlreichen Coffee Shops sicher auch versorgen. Korea ist eine kaffeeverrückte Kultur und neben den großen Ketten wie Starbucks und Coffee Fellows finden sich auch koreanische Formate.

Die Kaffeebecher bei Paris Baguette gibt es in einem der zentralen Shops auch als Keramikvariante zu kaufen.
Koreanisches Essen in Dortmund und Umgebung

In Dortmund geht ihr am besten zu Namu in der Olpe essen. Hier gibt es Bulgogi, Bibimbap. Ein besseres koreanisches Restaurant ist mir in Dortmund noch nicht begegnet. Vegetarier und alle, die auch so auf Fleisch verzichten können, gehen ab 18. Januar zum Kimbap Spot in Bochum. Der Instafeed macht schon jetzt Lust auf mehr.

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